Vermittlung von einem Tierschutzhund

Luna Tierschutzhund

Für mich ist es die beste Rasse der Welt, der Tierschutzhund. Diejenigen von euch, die meinen Blog regelmäßig lesen wissen das bereits. Mich fragen immer wieder Leute, wie das so abläuft mit einer Vermittlung von einem Tierschutzhund. Deshalb dachte ich mir, das wird das Thema für meinen nächsten Blogpost.  Wie es der Zufall so will, hat sich eine sehr gute Freundin von mir, gerade einen Tierschutzhund namens Luna in ihr Leben geholt.Wenn du die Unterschiede von Rassewelpen und Tierschutzhunden nachlesen möchtest, empfehle ich dir folgende Posts:

Die Geschichte von Luna könnt ihr hier nachlesen: Luna sucht dringend eine Pflegestelle

Vermittlung von einem Tierschutzhund

Luna kennt ihr ja bereits. Sie ist auch in anderen Blogposts auf diesem Blog vorgekommen. (Mein Leben mit einem Tierschutzhund) Luna war bis vor kurzem noch auf einer Pflegestelle, wo sie von einer guten Bekannt herzlichst umsorgt wurde. Zeitweise haben wir uns ebenfalls um Luna gekümmert und dabei hat sie die neue Besitzerin kennengelernt. Aber lest am besten selbst im unten angeführten Erfahrungsbericht. Vielleicht bewegt es ja den einen oder anderen ebenfalls dazu, sich einen Tierschutzhund in sein Leben zu holen.

Ein Tierschutzhund passiert einem

Ich bin aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen, wie Menschen zu einem Hund kommen, der Überzeugung, dass ein Hund einem Menschen “passiert”. Für meine Wenigkeit trifft das zu hundert Prozent zu. Mein Hund, Luna, ist erst seit kurzem Mitglied unserer kleinen Familie. Ich möchte euch gerne die Story erzählen, wie wir zu ihr gekommen sind:

Mein Mann und ich leben in einer Wohnung. Sie ist groß, hat einen Balkon und ein paar Straßen weiter haben wir einen Schrebergarten gepachtet. Wir arbeiten beide Vollzeit und haben einige Hobbys – kurz gesagt sind wir voll ausgelastet. Bis zu dem Zeitpunkt als wir Luna kennen lernen durften, hatten wir auch den eindeutigen Standpunkt, dass wir in der aktuellen Situation keine Zeit für einen Hund aufbringen können. Da ich als Teenager einen Hund hatte, war zumindest eines klar, irgendwann werden wir einen Hund haben, nur eben nicht jetzt, wo die Lebensumstände nicht passen.

Freunde von uns haben selbst einen Hund vom Tierschutz -Jeremy – den kennt ihr ja alle schon. Und aufgrund ihres guten Herzens und ihrer Hilfsbereitschaft haben sie einer Bekannten mit Luna des Öfteren ausgeholfen. Luna war tageweise bei ihnen, um die Bekannte zu entlasten. So lernten wir sie dann kennen. Bereits im Sommer durfte ich Klaus beim Spazieren gehen mit Luna und Jeremy begleiten. Ich fand sie damals schon süß, kam aber aufgrund unserer Lebensumstände nicht im Entferntesten auf die Idee, sie aufnehmen zu können.

Das Kennenlernen

Am 12. November waren dann Klaus mit Freundin und den beiden Hunden bei uns  zu Besuch. Plötzlich hat es in unsern Köpfen ‚klick’ gemacht und wir überlegten, ob wir nicht doch Zeit für einen Hund aufbringen könnten. An diesem Tag war es auch um uns geschehen: Wir haben uns in Luna verliebt.  Mein Mann und ich sprachen lange und intensiv über die Möglichkeit sie aufzunehmen und wie wir das handeln könnten. Ich setzte mich tags darauf mit der Dame in Verbindung, bei der Luna die Pflegestelle  gefunden hatte. Dort war sie jetzt schon über drei Monate.

Die kommenden zwei Tage lernte Luna zwei andere Hunde in unserer Familie kennen, denn da muss die Chemie auch stimmen, damit wir sie immer mitnehmen können. Die erste Begegnung war anfangs bei beiden etwas rau, aber das verging. Ich selbst klärte das Thema Hund in der Arbeit ab, da feststand, dass sie mit mir zur Arbeit kommen musste. Auf die positive Entwicklung hin, sagte mein Mann, dass wir sie mal probeweise zu uns holen sollten. Also war sie dann vier Tage bei uns zu Hause. Nach diesen intensiven Tagen zusammen, wollte sie keiner mehr hergeben. Sie ist einfach ein unglaublich braver und herzlicher Hund. Nach weiteren zwei Tagen Bedenkzeit (leider ohne Hund) beschlossen wir, sie bei uns aufzunehmen. Die Dame der Pflegestelle brachte Luna zu uns nach Hause, samt ihrem ganzen ‘Zubehör’. Wir vereinbarten zur Absicherung beider Seiten noch eine Probezeit bis Ende November.

Der Schutzvertrag

Ende November kam schnell und es blieben auch keine Zweifel, dass wir Lunas neues Zuhause werden wollten. Nun folgte natürlich das ganze Amtliche und Rechtliche. Das ist erstaunlicherweise gar nicht mal so wenig. Zuerst mussten wir ja den Sachkundenachweis machen, damit wir überhaupt einen Hund halten dürfen. Das hatten wir aber bereits im November auf Verdacht gemacht, als wir über die Möglichkeit Lunas neues Zuhause zu werden nachdachten.

Also stand jetzt als nächstes der Schutzvertrag von Animalhope für Luna auf dem Plan. Der Vertrag enthält auch einen Fragebogen über die Wohn- und Lebenssituation des neuen Herrchens/Frauchens. Man muss beispielsweise angeben, ob alle Familienmitglieder mit der Anschaffung einverstanden sind und keiner eine Tierhaarallergie hat. Dann waren noch folgende Punkte zu klären: Tierhaftpflicht in der Haushaltsversicherung, Chipanmeldung auf meinen Namen, Meldung bei der Wohnungsgenossenschaft und schlussendlich noch die Meldung bei der Gemeinde.

Das alles war mit 11.Dezember erledigt und wir hatten alle Hundemarken für Luna. Nun also ist es überall offiziell – Luna gehört zu unserer Familie.

Traumhunde kann man auch im Tierheim finden

Viele Hunde finden auf diese Weise ein neues zu Hause. Es gibt so viele großartige Hunde, die in Tierheimen und Tierschutzorganisationen untergebracht sind. Jeder, der überlegt sich einen Hund zuzulegen, sollte zumindest einmal im Tierheim vorbeischauen. Vielleicht findet man ja auch dort seinen Traumhund. Ich kenne viele, die es getan haben und nicht bereuen. Gebt euch einen Ruck!! 😉