Punkt 7: Hundesitter – Welche Möglichkeiten gibt es?

Hundesitter

Wenn du dir überlegst einen Hund zu holen, solltest du auch Folgendes bedenken. Wer kann auf deinen Hund aufpassen, sollte dies einmal notwendig sein? Diese Hundesitter auf Zeit, bzw. in Notfällen, können dir das “Leben” retten. Schnell passiert es, dass etwas Unvorhergesehenes eintritt, z.B. du stehst im Stau und kommst nicht rechtzeitig nach Hause, dein Zug/Flug wird gestrichen, du musst für zwei Tage verreisen aus persönlichen/beruflichen Gründen. Genau dann benötigst du einen Hundesitter. Welche Möglichkeiten es hier gibt, stelle ich dir nun vor.

Familie/Freunde

Die häufigsten Hundesitter sind oftmals Verwandte oder auch Freunde. Im Idealfall wohnen diese auch noch in deiner Nähe, um auch mal kurzfristig einspringen zu können. Dies sollte natürliche eine Person sein, die sich das auch zutraut und auch körperlich dazu in der Lage ist. Wenn jemand aus deiner Familie dazu bereit ist, für deinen Hund Hundesitter zu spielen, solltest du diesen mit deinem Hund vertraut machen. Auch dein Hund sollte den Hundesitter vorab kennen lernen. Dies kannst du bei gemeinsamen Spaziergängen machen oder bei einem Kaffee/Bier beim Hundesitter zu Hause. Somit kann dein Hund die Wohnung erkunden und sich an die Umgebung gewöhnen. Beim gemeinsamen Spaziergang lernst du deinem Hundsitter die wichtigsten Kommandos, das Verhalten bei Hundebegegnungen und welche Rituale dein Hund kennt (z.B. wie legt man das Hundegeschirr an, wie bekommt er sein Futter). Damit sollte für beide das erste Mal hundesitten entspannter ablaufen.

Vorteile

  • Dein Hund kennt die Person und auch diese Wohnung/Haus bereits
  • Du bist dir sicher, dass dein Hund in guten Händen ist
  • Meist kostenlos
    • TIPP: Hundesitter sollten jedoch als Danke regelmäßig zum Essen oder auf ein Bier/Kaffee eingeladen werden. 😉

Nachteile

  • Ist eventuell selber meist nur zeitlich begrenzt verfügbar (Arbeit usw.)

Bedenke, wenn du einen schlecht erzogenen Hund hast, dann reduziert sich die Bereitschaft deiner Verwandten/Freunde auf deinen Hund aufzupassen immens oder die Einladungen zum Essen müssen häufiger erfolgen. 😉

 

Professionelle Hundesitter

Eine weitere Möglichkeit ist ein professioneller Hundesitter. Hier gibst du deinen Hund in erfahrene Hände. Aber Achtung, auch hier gibt es schwarze Schafe. Schaue dir die Hundesitter deiner Wahl vorab sehr genau an und wähle erst danach. Welche Referenzen können sie vorweisen? Welche Ausbildung haben sie? Wie gehen diese mit deinem Hund um? Habe sie Erfahrung mit Problemhunden? Wie viele Hunde werden betreut? Wie sieht der Spaziergang aus? Ist der Hundesitter nicht weit von dir zu Hause entfernt.

Am besten ist es, wenn du Tipps von anderen HundehalterInnen erhältst, wen sie in dieser Hinsicht empfehlen können. Wenn du deinen idealen Hundesitter gefunden hast, musst du dir auch die Kosten ansehen. Diese betragen meist 15-50€/h, je nach angebotener Leistung

Vorteile

  • Dein Hund kommt in erfahrene Hände
  • Hundesitter richtet sich zeitlich nach dir
  • Hundesitter können den Hund bei dir abholen und auch wieder nach Hause bringen
  • Unterstützt dich beim üben von Grundkommandos oder gibt dir Tipps zur Hundeerziehung

Nachteile

  •  Dein Hund wird von einem Fremden betreut (zumindest am Anfang)
  • Kosten

 

Hundepensionen

Mittlerweile gibt es immer mehr Hundepensionen oder Tagesbetreuungsstätten für Hunde. Diese sind meist in der Nähe von größeren Städten angesiedelt. Diese Hundepensionen bieten eine Tagesbetreuung an und habe hier verschieden Angebote. Sie verfügen oftmals über einen Innen- und Außenbereich, indem sich dein Hund aufhalten kann. Dies geschieht meist durch einen ausgebildeten Hundesitter. Die Gruppengröße sollte hier meiner Meinung nach nicht größer als drei Hunde sein. Einteilung erfolgt hier nach Verträglichkeit der Hunde.

Voraussetzung dafür, dass du deinen Hund in eine Hundepension geben kannst sind

  • Ein Grundgehorsam
  • Gute Sozialisierung deines Hundes
  • Aufrechter Impfschutz
  • Aufrechter Schutz vor Parasiten (Zecken, Flöhe usw.)
  • Entwurmt
  • Keine bestehenden und akuten Krankheiten
  • Keine Läufigkeit bei Hündinnen
  • Bestehende Haftpflichtversicherung (sollte sowieso vorhanden sein)

Sollte dein vierbeiniger Freund eher ein Einzelgänger sein und sich nicht über die Anwesenheit von anderen Hunden freuen, bieten einige Pensionen auch Einzelbetreuung an.

Auch hier gilt wieder, sich über die Einrichtung im Vorfeld zu informieren. Du solltest dir vor der ersten Unterbringung die Anlage mit deinem Hund ansehen und auch mit den Betreuern sprechen. Wenn du ein gutes Gefühl hast, kannst du es anfangs mit einer stundenweisen Unterbringung ausprobieren, ob dies der richtige Ort für deinen Hund sein kann.

Vorteile

  • Dein Hund ist in erfahrenen Händen
  • Dein Hund ist in Kontakt mit anderen Hunden (Ausbau der sozialen Fähigkeiten)

Nachteile

  • Kosten (Tageskosten können 25-50€/Tag betragen, je nach angebotener Leistung)
  • Bei Läufigkeit deiner Hündin brauchst du eine Alternative
  • Minimales Restrisiko, dass sich dein Hund eine Hundekrankheit/Parasiten einfängt

Der richtige Hundesitter

Wie du siehst, gibt es mehrere Betreuungsmöglichkeiten für deinen Hund. Welche für dich die beste Variante ist, musst du selbst herausfinden. Vor allem der zeitliche und finanzielle Rahmen, sind maßgebende Dinge für deine Entscheidung. Ich persönlich habe das Glück meinen Hund immer bei Verwandten/Freunden unterbringen zu können, wenn es notwendig ist. Hier weiß ich, dass mein Hund in guten Händen ist. Das heißt aber nicht, dass du keinen anderen Hundsitter nehmen kannst. Es ist vielleicht anfangs etwas mehr Aufwand den Richtigen zu finden aber nicht unmöglich. Von einem würde ich persönlich abraten und das sind Anzeigen von privaten Hundsittern auf gewissen Plattformen. Auch wenn dort viele mit Leib und Seele bei der Sache sind und manche auch Hundeerfahrung haben, wäre mir das Risiko zu hoch.

Es würde uns interessieren, welche Erfahrungen du mit Hundesitter gemacht hast und freuen uns über jeden Kommentar dazu.

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