Punkt 4 & 5: Hundeallergie und Schmutz – Eine Übersicht

Hundeallergie Schmutz

Es ist sehr wichtig, vor der Anschaffung eines Hundes abzuklären, ob eine eventuelle Hundeallergie vorhanden ist. Nicht nur bei dir als zukünftigem/r Besitzer/in, sondern auch bei allen Mitbewohner/innen und Familienmitgliedern. Es kann natürlich sein, dass jemand allergisch auf Hunde reagiert und das solltest du vorher abgeklärt haben. Kommst du erst nach der Anschaffung drauf, ist das Drama meist sehr groß.

 Checke ab, ob du eine Hundeallergie hast

Was ist eine Hundeallergie?

Die Hundeallergie ist eigentlich eine Hundehaarallergie und wird zu den sogenannten Tierhaarallergien gezählt. Entgegen der weit verbreiteten landläufigen Meinung bist du nicht auf die Haare allergisch, sondern auf den darauf befindlichen Speichel, Haut oder Urin.

In diesen Substanzen befindet sich tierisches Eiweiß, welches die Allergie auslöst. Nicht jeder Hund sondert gleich viele Allergene aus und so kann es sein, dass du bei einem Hund stark reagierst, jedoch bei einem anderen Hund wenig bis gar nicht.

Welche Symptome treten auf?

Durch die Allergene (CAN f1 und CAN f2) kann eine Überreaktion deines Immunsystems ausgelöst. Die Symptome sind ähnlich wie bei einer Hausstauballergie oder bei Heuschnupfen. Um dies genau abzuklären, solltest du deinen Hausarzt oder einen spezialisierten Allergologen aufsuchen und einen Allergietest durchführen lassen.

Symptome können sein

  • Hustenreiz
  • Niesanfälle
  • Juckreiz und Hautrötungen
  • Schwellungen
  • Atemnot
  • Brennende Augen

Tierhaar- und Hundehaarallergien sind anders als Pollenallergien von Jahreszeiten unabhängig. Die Symptome treten bei dir das ganze Jahr auf und nicht nur zu bestimmten Zeitpunkten.

Wie kannst du deine Hundeallergie behandeln?

Hierbei musst du unterscheiden zwischen einer akuten, kurzfristigen Behandlung und einer längeren, dauerhaften Behandlung.

Der einfachste Weg eine Allergie zu behandeln ist, dich nicht den Allergenen auszusetzten. Diese kommen konzentriert an den Stellen vor, an denen auch dein Hund sich häufig und länger aufhält

  • Hundekörbchen
  • Teppiche
  • Hundenapf
  • Hundedecken
  • Hundebürsten

Natürlich ist die Konzentration auf deinem Hund am größten. Wenn sich der Kontakt mit den Allergenen nicht vermeiden lässt, solltest du dir zumindest umgehend die Hände waschen. Aber Achtung, durch die Hundehaare kann deine Allergie ebenfalls ohne direkten Kontakt ausgelöst werden.

Eine Methode zur dauerhaften Behandlung einer Allergie ist die Desensibilisierung bzw. eine Hyposensibilisierung.  Deinem Körper wird das Allergen in immer höheren Dosen verabreicht. Hier wird dein Immunsystem aktiviert und daran gewöhnt. Dadurch reduzieren sich schrittweise die Symptome und verschwinden im Idealfall ganz. Wie stark dein Körper an das Allergen angepasst werden kann, ist von Person zu Person sehr unterschiedlich.

Darüber hinaus können akute Allergieanfälle mit Medikamenten – den sogenannten Antihistaminika – behandelt werden. Diese gibt es als Tabletten, Tropfen oder Spray. Sie können allergische Reaktionen kurzfristig und rasch lindern. Bei einer massiven Reaktion, dem sogenannten anaphylaktischen Schock, ist unbedingt rasch der Notarzt zu verständigen.

Anzeichen eines anaphylaktischen Schocks sind:

  • Bläuliche Verfärbung von Haut und Lippen
  • Kalter Schweiß, Blässe
  • Benommenheit
  • Bewusstlosigkeit
  • Schwindel
  • Atem- und Kreislaufstillstand

Die Lösung – Hypoallergene Hunde!?

Wenn du eine Allergie hast und diese nicht in den Griff zu bekommen ist, hast du zwei Möglichkeiten

  • Du verzichtest auf eine Hundehaltung
  • Anschaffung eine hypoallergenen Hundes

Was ist aber ein hypoallergener Hund?

Ein hypoallergener Hund zeichnet sich dadurch aus, dass er für Allergiker möglicherweise geeignet sein kann. Einen 100% allergenfreien Hund gibt es nicht. Dies wurde auch durch eine Studie des  Henry Ford Hospitals in Detroit bestätigt.

Bestimmte Rassen haben ein kurzhaariges und festes Fell. Dadurch wird die Verteilung der Allergene über die Tierhaare reduziert, weswegen die Belastung für den Allergiker minimiert.

Hunderassen, die zu den hypoallergenen Hunden gezählt werden sind z.B.

  • Labradoodle
  • Goldendoodle
  • Pudel
  • Cão de Água Portuguěs (portugiesischer Wasserhund)
  • Yorkshire Terrier

Leider ist dies keine 100% Garantie für einen Allergiker, dass es mit diesen Hunderassen klappt. Dies ist von der Intensität der Allergie sowie von der Rasse abhängig.

  

Hunde und Schmutz

Du bist mit deinem Hund das ganze Jahr über draußen unterwegs. Im Sommer, wie im Winter, bei Regen wie auch bei Sonnenschein. Nicht immer kommst du dabei sauber und trocken zurück, vor allem dein Hund kommt nicht immer sauber und trocken zurück.

Hundeallergie Schmutz

… oft sehen Hunde so aus …

In deinem Heim wird vermehrt Schmutz in Form von Dreck, Hundehaaren, Hundespucke usw. auftreten. Manchmal auch Erbrochenes – und ja, dein Hund erbricht bevorzugt auf den Teppich – oder auch schon mal Schlimmeres, wenn er krank ist.

Du glaubst du gehst um 23h Uhr kurz deine letzte Runde durchs Viertel und dann ab ins Bett. Dein Hund denkt sich jedoch – toll da liegt ein totes Tier und schon nimmt das Drama seinen Lauf. Kurz darin gewälzt und schon wird aus dem kurzen Rundgang eine ausgedehnte mitternächtliche Reinigungsorgie. Unter seinem deutlich zum Ausdruck gebrachten Widerwillen, wird der Hund gewaschen und getrocknet. Eventuell verbliebene Restfeuchtigkeit im Fell wird umgehend abgeschüttelt und auf den Wänden deines Vorzimmers verteilt. Danach wird sich noch ausgiebig auf dem Teppich gewälzt. Aufgrund „neuester Erkenntnisse“ in der Erziehung von Hunden, soll nur positives Verhalten belohnt und verstärkt werden. Deshalb geht man dann vorbildlicher Hundebesitzer wortlos, jedoch frisch geduscht, um 01.00h zu Bett.

Hundeallergie Schmutz

… nach dem Duschen..

Hundeallergie Schmutz

… die verdiente Belohnung …

Wenn du bereits einen Hund hast, kennst du vermutlich die oben etwas überspitzt dargestellte Geschichte in der einen oder anderen Form.

Hunde lieben Schmutz und der Schmutz liebt sie.

Dies alles musst du und deine Wohnung/Haus, sowie alle Mitbewohner/innen und Familienmitglieder als Hundebesitzer/innen aushalten. Tip Top sauber, wie ohne Hund, wird es in deinem Heim nicht aussehen oder nur mit erheblichem Mehraufwand. Das heißt aber nicht im Umkehrschluss, dass jede/r Hundebesitzer/in im Dreck lebt. Ja, es liegen Haare in der Wohnung. Ja, der Hund hat im neuen Teppich einen Fleck verursacht und beim Toben einen Blumenstock umgeworfen. Das alles sollte dich aber nicht zur Weißglut treiben. Du solltest hier mit einem Augenrollen darüber hinwegsehen und dich an den einen oder anderen Fleck gewöhnen. Das Gleiche gilt auch für dein Auto. Auch hier wirst du ein paar Haare finden oder mal Dreck.

Sollte das alles nicht dramatisch für dich sein und kannst du über so manches Malheur mit einem Augenzwinkern hinwegsehen, dann steht in diesem Punkt für deinen eigenen Hund nichts mehr im Weg.